Alternativen schaffen für Menschen mit psychischer Erkrankung e.V.

KT- Kontrolliertes Trinken  - Selbstkontrolle des eigenen Alkoholkonsums

Kontrolliertes Trinken bedeutet, sein Trinkverhalten eigenständig in Grenzen zu halten. Programme zur Alkoholtrinkmengenreduktion bieten dafür systematisch Unterstützung. Auf diese Weise lassen sich auch eingeschliffene Trinkgewohnheiten verändern.

Es gibt drei Wege zur Reduktion des Alkoholkonsums:

  • 10-Schritte-Programm zum selbstständigen Erlernen des Kontrollierten Trinkens (bei Bedarf mit ergänzender Beratung) in Buchform, erhältlich unter www.kontrolliertes-trinken.de
  • Einzelprogramm zum kontrollierten Trinken (EKT). Hier werden in 10 bis 12 abgestimmten Einzelsitzungen Hilfen für eine Reduktion des Alkoholkonsums vermittelt. Ausgebildete KT-Fachkräfte erarbeiten mit dem Betroffenen Schritt für Schritt die erforderlichen Kompetenzen zum Erlernen des kontrollierten Trinkens.
  • Gruppenprogramm zum kontrollierten Trinken (AKT). Das gemeinsame Erlernen des kontrollierten Trinkens an 10 bis 12 Gruppensitzungen bietet den Vorteil der gegenseitigen Unterstützung in einer Gruppe. Die KT-Fachkraft folgt dabei einer klaren Struktur und bietet jedem Einzelnen Raum für seine persönliche Lebenssituation und den Austausch in der Gruppe.


Die Inhalte der 10 Gruppenabende

  1. Grundinformationen über Alkohol
  2. Führen des Trinktagebuches, Auswirkungen des Alkoholkonsums
  3. Bilanz des bisherigen Alkoholkonsums
  4. Erste persönliche Zielfestlegung
  5. Strategien der Zielerreichung
  6. Risikosituationen
  7. Umgang mit Ausrutschern
  8. Umgang mit sozialen Gefährdungssituationen
  9. Alkoholfreie Bewältigung von Belastungen, Alkoholfreie Freizeitgestaltung
  10. Festlegung des mittelfristigen persönlichen Ziels, Pro und Contra kontrolliertes Trinken / Abstinenz, weitere Unterstützungsangebote


Innerhalb der AkT-Gruppen werden Gruppenregeln festgelegt. Dabei spielen Schutz der Privatsphäre, Verbindlichkeit und ein respektvoller Umgang miteinander eine große Rolle. Selbstverständlich sind auch die AkT-TrainerInnen zur strengsten Vertraulichkeit verpflichtet.

Quelle: www.kontrolliertes-trinken.de


Infos und Anmeldung zum Vorgespräch unter:

Tel.: 09721 / 605 41 21

oder

info@planbev.de



KISS – Kompetenz im selbstbestimmten Substanzkonsum

KISS ist ein Selbstmanagementprogramm zur gezielten Reduktion des Konsums legaler und illegaler Drogen ggf. bis zum Erreichen von Abstinenz. KISS unterstützt DrogenkonsumentInnen gezielt darin, ihren Substanzkonsum einzuschränken oder gegebenenfalls ganz einzustellen. KISS ist also „zieloffen“: Eine Reduktion oder eine Beendigung des Konsums sind möglich.


Jede/r KISS-TeilnehmerIn entscheidet selbst, bei welchen Drogen er/sie eine Veränderung vornehmen und in welchem Tempo er/sie seine selbstgesetzten Ziele erreichen möchte. „Selbstkontrollierter Konsum“ heißt, dass eine Person ihr Konsumverhalten an einem zuvor festgelegten Konsumplan bzw. –regeln ausrichtet. Praktisch bedeutet das eine wöchentliche Festlegung der maximalen Konsummenge pro Tag, maximale Konsummenge pro Woche sowie die Anzahl konsumfreier Tage.


KISS besteht aus 1-2 Vorgesprächen und 12 strukturierten Sitzungen, in denen gemeinsam verschiedene Themen erarbeitet werden. In den Vorgesprächen wird die individuelle Ausgangssituation jedes Einzelnen besprochen.


Die Inhalte der 12 Sitzungen im Einzelnen:

  1. Grundwissen Drogen
  2. Pro und Kontra Veränderung
  3. Bilanz ziehen
  4. Konsumziele festlegen
  5. Strategien der Zielerreichung
  6. Risikosituationen erkennen
  7. Ausrutscher meistern
  8. Freizeit genießen
  9. Belastungen erkennen
  10. Belastungen angehen
  11. Nein-Sagen lernen
  12. Erfolge sichern


KISS kann sowohl mit Einzelpersonen als auch in Gruppen durchgeführt werden .

KISS eignet sich für alle, die an ihrem Drogenkonsum etwas ändern, aber nicht abstinent leben möchten oder können und ebenso auch für Substituierte mit problematischem Beikonsum.

Nach unseren Erfahrungen ist KISS bei einem breiten Spektrum an KonsumentInnen illegaler Drogen erfolgversprechend umsetzbar – auch bei den KonsumentInnen, die Einrichtungen der niedrigschwelligen Drogenhilfe aufsuchen und sich in körperlich, sozial und psychisch schlechtem Zustand befinden.

Jede/r TeilnehmerIn arbeitet mit eigenen Arbeitsunterlagen, die aus einem Handbuch und Pocket-Konsumtagebüchern bestehen.

Quelle: www.kiss-heidelberg.de

KT & KISS

© by Plan B e.V. – Alternativen schaffen für Menschen mit psychischer Erkrankung 2018

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